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Bevölkerungsexplosion - Optimale Bevölkerungszahl

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Ungeklärt ist auch die Frage, auf welche Bevölkerungszahl sich eine nachhaltige Entwicklung heute beziehen soll. Sicher ist, daß bei gegenwärtigem Stand der Dinge ein weiteres Wachstum der Weltbevölkerung nicht mit Nachhaltigkeit zu vereinbaren wäre.

Nach Schätzungen lebten 1995 rund 5,7 Mrd. Menschen auf der Erde.[1] Im Jahre 2007 waren es bereits 6,7 Mrd. Menschen. Anschaulicher wird diese Zahl, wenn man sie mit früheren Schätzungen der Bevölkerungsentwicklung vergleicht:

Bewegt man sich nach unserer Zeitrechnung auf der Zeitachse zurück, dann reduziert sich die Weltbevölkerung von 4 Mrd.. im Jahre 1975 auf 2 Mrd. im Jahre 1950 und weiter auf 1 Mrd. um das Jahr 1850 vor der industriellen Revolution, um schließlich bei rund 250 Millionen Menschen zu Zeiten Caesars stehen zu bleiben.[2]

Nach einer Studie der Vereinten Nationen zur Bevölkerungsexplosion, die bei allen sozialen, ökonomischen, politischen und religiösen Unwägbarkeiten für die wahrscheinlichste gehalten wird, könnte die Weltbevölkerung im Jahr 2050 auf eine Bevölkerungszahl von 9,2 Mrd. Menschen angewachsen sein und sich im Jahr 2150 bei etwa 11,6 Mrd. stabilisieren.[3]

Eine pessimistische Vorhersage der Vereinten Nationen geht sogar von einer Weltbevölkerung von 28 Mrd. Menschen im Jahr 2150 aus.[4] Aber welche Prognose und welches Drama der Bevölkerungsexplosion auch immer zutreffen wird, niemand weiß genau, wieviele Menschen das Ökosysstem der Erde aushalten kann und wie groß eine optimale Weltbevölkerung sein sollte.

Fest steht lediglich: Mehr Menschen bedeuten auch gleichzeitig mehr Konsumbedürfnisse. Deshalb rechnen Experten - ausgehend von einer Verdoppelungszeit der Erdbevölkerung von 40 Jahren - heute mit einer Verdoppelungszeit des Energie- und Materialumsatzes auf der Welt von ca. 20 Jahren.[5] Insbesondere durch die Bevölkerungsexplosion und Industrialisierung in Indien, China und Afrika.

Damit einhergehend wäre auch eine höhere Umweltbelastung und Nutzung nicht erneuerbarer Rohstoffe.

Solange also die weltweite Bevölkerungsexplosion speziell in der Dritten Welt und den Entwicklungsländern sowie deren Folgen und Gründe mit Entwicklungshilfe nicht gestoppt werden kann, ist an Maßnahmen wie eine Verminderung der Armut und an einen wirkungsvollen Umweltschutz heute nur schwerlich zu denken.[6]

 

[1] Vgl. Harenberg Lexikon der Gegenwart “Aktuell `96”, 12. Jahrgang, Dortmund, S.70.

[2] Vgl. zum Bevölkerungswachstum auf der Welt auch Bertelsmann Neues Lexikon (1996), Bd.1, Gütersloh, S.505/506.

[3] Vgl. Keßler, H. (1994), Menetekel der Fruchtbarkeit, in: “ZEIT-Punkte” 4/94, Weltbevölkerung - Wird der Mensch zur Plage?, S.6. und jüngste Schätzungen der Vereinten Nationen aus dem Jahre 2007.

[4] Ebenda, S.6.

[5] Vgl. Voss, G. (1994), Sustainable Development: Leitziel auf dem Weg in das 21. Jhrd., Köln, S.7.

[6] Zu den ökologischen Folgen, Gründen und Ursachen einer Bevölkerungsexplosion der Erde in der Dritten Welt - speziell in China, Afrika und Indien vgl. auch den Punkt Entwicklungsländer.

 

 

 

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