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Umweltrisiken aus ethischer Sicht und der unternehmerischen Praxis

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Die Umweltsituation stellt sich bedrohlich dar. Schlagworte wie Treibhauseffekt, Klimawandel, CO2-Ausstoß, Luftverschmutzung, Waldsterben, Versteppung von Landschaften, Abholzung tropischer Regenwälder, Müllberge, Ozonloch, Gewässer-Verschmutzung, Vergiftung von Böden in der Natur, saurer Regen, Artensterben, Grundwasserverschmutzungen, Smogalarm, Tschernobyl und Fukushima oder die ungelöste Endlagerung von Atommüll sowie allgemeiner Raubbau an nicht erneuerbaren Rohstoffen sind heute in aller Munde.

Der Traum vom unbegrenzten wirtschaftlichen Wachstum und ein triumphierender Fortschrittsglaube scheinen in eine tiefe Krise geraten zu sein. Wann ist die Belastungsgrenze der Erde erreicht und wie groß ist der Wert der Natur tatsächlich?

Schon in Studien wie “Die Grenzen des Wachstums” an den Club of Rome (1972), dem Bericht “Global 2000” an den amerikanischen Präsidenten Carter (1980) oder dem sog. “Brundlandt-Bericht” der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (1987) ist auf die drohende Zerstörung der natürlichen Lebensbedingungen des Menschen durch die zunehmende Umweltverschmutzung und Ausbeutung der Natur aufmerksam gemacht worden

Der antike griechische Philosoph Plato

Platon (427 - 347 v. Chr.)

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Dabei handelt es sich bei der Umweltzerstörung keineswegs um ein rein neuzeitliches “Phänomen”:

Schon Griechen und Römer haben durch ihren Schiffsbau ganze Küstenregionen des Mittelmeeres entwaldet und dadurch verödet. Schon der Philosoph Platon soll vor den schädlichen Folgen des Abholzens der attischen Berge für die Wasserversorgung und Bodenbestände Athens gewarnt haben.[1]

Was sich im Vergleich zu damals jedoch drastisch verändert hat, ist das Ausmaß der Umweltzerstörung und deren Langzeitwirkungen, die der Mensch heute mit Hilfe seiner technischen und wirtschaftlichen Macht zu bewirken imstande ist.

Doch obwohl die Rohstoffvorräte und die Regenerationskräfte der Erde begrenzt sind, folgt der Mensch nach wie vor einer Philosophie des Raubbaus an der Erde auf Kosten kommender Generationen. Nach wie vor werden Rohstoffe in der Wirtschaft verbraucht oder verbrannt, die nicht wieder zu ersetzen sind.

Durch die gegenwärtigen Produktionsverfahren von Unternehmen und die Konsumgewohnheiten der Gesellschaft wird die natürliche Umwelt in einem Ausmaß verschmutzt, verstrahlt und vergiftet, daß sich der Mensch langfristig selbst seiner natürlichen Lebensgrundlage entledigt.

Die Formel “nach uns die Sintflut” gilt im wahrsten Sinne des Wortes; folgt man den Prognosen, wonach sich die Erdatmosphäre durch den Treibhauseffekt weiter erhitzen wird. Dann wäre ein Abschmelzen der Pole unweigerlich mit einem Anstieg des Meeresspiegels verbunden.

Ziel der vorliegenden Webseite und ihr zugrunde liegenden Diplomarbeit ist es zu klären, wie die Umweltkrise aus ethischer und unternehmerischer Sicht behoben werden kann. Dabei stellen sich beispielsweise folgende Fragen:

  • Wie kann ein Ausgleich zwischen Ökologie und Ökonomie (Wirtschaftswissenschaft) gefunden werden?

    Einerseits verlangt die Umweltkrise einen schnellen und entschiedenen Kurswechsel. Andererseits muß aber auch die Funktionstüchtigkeit der Wirtschaft bzw. de Wirtschaftssystems erhalten bleiben, denn Umweltschutz kostet Geld:

    Ohne eine funktionierende Marktwirtschaft und Wettbewerbsordnung kann es auch keinen Umweltschutz geben wie die Erfahrungen in Planwirtschaften gezeigt haben. Es gilt in einer Güterabwägung den goldenen Mittelweg zwischen völligem Stillstand der Wirtschaft und uneingeschränktem Wirtschaftswachstum zu finden.[2]

  • Sollten aus umweltethischer Sicht Eigenrechte der Natur anerkannt werden?[3] Oder kann die Umweltkrise auch mit einer Philosophie behoben werden, wonach der Mensch wie bisher als Mittelpunkt der Erde betrachtet wird, dem der Rest der belebten Natur (Pflanzen[4], Tiere) und unbelebten Natur (Landschaften) zu seinen Zwecken untergeordnet ist?

    Wie kann eine Sonderstellung des Menschen begründet werden und wie kann eine Rechte-Durchsetzung der Natur erfolgen?

    Die Begründungsformen einer Umwelt-Ethik, auf die ein Entscheidungsträger im Umweltmanagement von einem Unternehmen zur Beantwortung dieser Frage zurückgreifen kann, sind das anthropozentrische, pathozentrische, biozentrische und holistische Philosophie-Modell.

  • Stellt die langfristige Sicherung einer gesunden Umwelt, vom Artenschutz und vom Tierschutz für nachfolgende Generationen eine ethische Verpflichtung des Menschen dar? Wie ist in diesem Zusammenhang das Konzept der nachhaltigen Entwicklung zu beurteilen, zu dem sich schon 1992 auf dem Weltumweltgipfel in Rio de Janeiro alle teilnehmenden Staaten bekannten?[5]

 

[1] Harborth, Hans-Jürgen (1991), Dauerhafte Entwicklung statt globaler Selbstzerstörung: eine Einführung in das Konzept des “Sustainable Developments”, Berlin, S.15.

[2] Vgl. Umweltpolitik Umweltkosten Klimapolitik

[3] Vgl. dazu z.B. die Standpunkte der Philosophen Albert Schweitzer, Immanuel Kant und auch die Naturphilosophie von Indianer Häuptling Seattle.

[4] Vgl. dazu auch das Pflanzen-Lexikon des Verfassers mit den wichtigsten Pflanzenarten wie Bäumen, Blumen, Sträuchern, Stauden, Sporenpflanzen u.v.m.

[5] Vgl. in diesem Zusammenhang auch die Unterscheidung qualitatives / quantitatives Wachstum und die biologische /ökologische Landwirtschaft.

[6] Vgl. dazu Webadressen rund um ökologisch, nachhaltig und umweltbewußt Einkaufen.

[7] Vgl. in diesem Zusammenhang ökologische Unternehmerverbände und Unternehmensinitiativen.

[8] Vgl. in diesem Zusammenhang die Umwelt-Ethik-Diskussion Globalisierung und Umwelt.

 

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