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Nachhaltige Entwicklung - Definition und Regeln

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Sustainable development - zu deutsch: nachhaltige Entwicklung - wird definiert “als eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können”.[1]

Allgemein geht es seit dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janairo 1992 um einen ressourcenschonenden Lebensstil zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen auf der Erde.[2]

Eine nachhaltige Entwicklung kann durch folgende Regeln und Massnahmen gekennzeichnet werden:[3]

Regel 1:

Die Schadstoffbelastung soll die Selbstreinigungsfähigkeit von Luft, Wasser und Boden nicht überschreiten.

Regel 2:

Die Abbaurate erneuerbarer Rohstoffe darf ihre Regenerationsrate nicht übersteigen.

Regel 3:

Der Verbrauch nichterneuerbarer Rohstoffe soll durch die Bestandserhöhung von erneuerbaren Rohstoffen mit gleicher Verwendungsfähigkeit ausgeglichen werden. Nach einer Variante dieser Regel sollen nichterneuerbare Rohstoffe nur in dem Maße verbraucht werden, in dem auch die technische Effizienz bei ihrer Verarbeitung steigt. Die positive Folge wäre, daß das Nutzungspotential des verringerten Bestandes an nichterneuerbaren Rohstoffen gleich bliebe.

Regel 4:

Für nichterneuerbare Rohstoffe sollen Rückstellungen für die Entwicklung von Technologien gebildet werden, die auf erneuerbare Rohstoffe (nachhaltige Energie) zurückgreifen.

Regel 5:

Zusammenfassung der ersten vier Regeln: menschliche Eingriffe in die Natur sollen deren zeitliches Anpassungsvermögen nicht überfordern.

 

1997 wurde das Zusatzprotokoll (Kyoto-Protokoll) zur Ausgestaltung der Klimaschutzkonvention (UNFCCC) der Vereinten Nationen beschlossen, das sich an dem Leitbild einer Nachhaltigkeit orientiert.

Eine Fortsetzung fand das Leitbild 2002 in der Folgekonferenz der UN in Johannesburg (Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung).

Auch die Umwelt-Politik, Strategie und Entwicklung in Deutschland und der EU in der letzten Dekade ist von dem Konzept dieser Kommission geprägt. Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass sich auch in China eine nachhaltige Entwicklung der Megastädte von morgen etablieren wird.

 

[1] Vgl. zur Def. Voss, G. (1994), Sustainable Development: Leitziel auf dem Weg in das 21. Jhrd., Köln, S.7.

[2] Vgl. zur Def. Voss, G. (1994), Sustainable Development: Leitziel auf dem Weg in das 21. Jhrd., Köln, S.8.

[3] Vgl. Nutzinger, H.G., zit. in Vorholz, F. (1995), Die letzte Party, in: “ZEIT-Punkte” 6/95, Wie teuer ist uns die Umwelt? - Ökonomie und Ökologie an der Schwelle zum 21. Jahrhundert, S.44.

 

 

 

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