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Immanuel Kant - Die Begründung des ethischen Verbots von Tierquälerei

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Der deutsche Philosoph Immanuel Kant sprach sich gegen Tierquälerei aus, weil seiner Ansicht nach Tierquälerei zu einer Verrohung des Menschen führt und das Mitleid am Menschen abgestumpft wird.[1] Die Grausamkeit gegen die Tiere ist der Pflicht des Menschen gegen sich selbst entgegengesetzt.

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Immanuel Kant

Immanuel Kant (1724-1804)

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Auf Tierquälerei sollte also nach diesem Weltbild nicht verzichtet werden um der Tiere willen, nicht wegen dem Leid, das die Tiere ertragen müssen, sondern um der Menschen willen.

Auch in der Dankbarkeit für lang geleistete Dienste eines alten Pferdes oder Hundes sah Kant eine direkte Pflicht des Menschen gegen sich selbst.[2]

Auch wenn ein Teil dieser Argumentation auf Vermutungen beruhen mag, so erscheint es doch naheliegend, daß jemand, der dankbar für die Dienste seines alten Wachhundes ist und ihm deshalb ein Gnadenbrot gewährt, auch eher jemand sein wird, der die Dienste seiner Mitmenschen zu schätzen weiß.

Genauso erscheint es nicht einleuchtend, wieso jemand, der Tiere quält, ein besonders feinfühliger Mensch sein sollte.

Wenn also der Geist des Menschen durch die Grausamkeit gegenüber Tieren verrohen sollte, dann läge ein Verzicht auf Tierversuche durchaus in seinem Eigeninteresse.

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Folgt man der Argumentation der Philosophie von Immanuel Kant ist Tierschutz anthropozentrisch gefärbt. Auch wenn nach dem anthropozentrischen Umweltethik Tiere, Pflanzen und unbelebte Materie zwar keinen eigenständigen Wert besitzen und nur eine Existenzberechtigung haben, sofern sie dem Menschen dienen.

Einen ähnlichen Standpunkt wie Immanuel Kant vertrat auch der deutsche Philosoph Arthur Schoppenhauer:

 

"Mitleid mit Tieren hängt mit der Güte des Charakters so genau zusammen, dass man zuversichtlich behaupten darf:
wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein."

(Arthur Schoppenhauer, deutscher Philosoph, 1788-1860)

 

[1] Vgl. Kant, Immanuel (1797), Metaphysik der Sitten, Teil 2: Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre, §17, neu hrsg. v. Ludwig, Bernd (1990), Hamburg, S.84. Bekannt geworden ist Immanuel Kant in der Aufklärung besonders durch seine Werke Kategorischer Imperativ, Metaphysik der Sitten und Kritik der reinen Vernunft, das den zentralen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte und den Beginn der modernen Philosophie kennzeichnet.

[2] Ebenda, S.84/85.

 

 

 

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